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Zuchtanleitung Zooplankton

Zuchtanleitung für Zooplankton BRACHIONUS PLICATILIS und PHYTOPLANKTON NANNOCHLOROPSIS SALINA

Was benötigt wird:

  • 2 Hälterungsbecken à 20 Liter oder weniger
  • 1 Mempranpumpe
  • Schlauch
  • 2 grobperlige Ausströmer
  • Meersalz
  • Sparlampe zur Beleuchtung des Phytoplanktons mit ca. 11 Watt Leistung


UM EINE DAUERHAFTE KULTIVIERUNG ZU GEWÄHRLEISTEN; RATE ICH IMMER BEIDE KULTUREN ZU ERWERBEN.

ZOOPLANKTON:
Wenn Sie die Kultur erhalten haben, öffnen sie den Beutel und schütten sie den Ansatz in das dafür vorgesehene Gefäß(Aquarium mit 20 Liter Fassungsvermögen oder einen Eimer) und montieren darin einen grobperligen Ausströmer. Danach füllen sie das Gefäß mit ca. 5 Liter Salzwasser, Dichte 1,023, aus dem Riffbecken langsam auf. Die Ernährung des Zooplanktons erfolgt mit Phytoplankton Nannochloropsis salina. Dabei muss das Wasser vom Zooplankton eine leichtgrüne Färbung aufweisen. Ist das Wasser hell muss nachgefüttert werden. Nach einiger Zeit wird das Zooplanktonwasser bräunlich, jetzt sollte man die Kultur frisch ansetzen(dabei das Gefäß gut reinigen),da sich mit der Zeit durch die Ausscheidungsprodukte der Brachionus vermehrt Nitrit,Nitrat und Phosphat im Wasser gebildet hat. Tut man dies nicht, kippt die Kultur unweigerlich um. Nach dem ersten Ansetzen der Kultur kann man statt Riffbeckenwasser gleich Phytoplankton zum Auffüllen nehmen, dabei schwimmen die Brachionus direkt im Futter und vermehren sich prächtig. An der Brachionusdichte im Aufzuchtbecken kann man meist nach ca. 3-4 Tagen selbst entscheiden ob man Futtertiere entnimmt .Die Größe der Futtertiere steuert man mit der Salzdichte. Je salziger das Wasser(bis 1,028) umso kleiner sind die Brachionus. Die Größe lässt sich von 0,1-0,6 mm variieren.

PHYTOPLANKTON:
Wenn Sie die Kultur erhalten haben, öffnen sie den Beutel und schütten sie den Ansatz in das dafür vorgesehene Gefäß(Aquarium mit 20 Liter Fassungsvermögen oder einen Eimer) und montieren darin einen grobperligen Ausströmer .Danach füllen sie das Gefäß mit ca. 5 Liter frisch angerührten Meerwasser, Dichte 1,023, auf. Dabei verwende ich normales Leitungswasser und Meersalz, da im Leitungswasser Spuren von Nitrat und Phosphat vorhanden sind die das Plankton zum gedeihen benötigt. Zum Abschluss wird noch eine Lichtquelle montiert, die 20-22 Stunden täglich brennen muss. Es reicht wenn sie sich eine Energiesparlampe mit 11 Watt Leistung zulegen, das spart Geld und erfüllt seinen Zweck. Nach ca. 4-5 Tagen sieht man schon wie sich das hellgrüne Wasser dunkelgrün färbt. Zur Pflege der Kultur ist nur ein sehr geringer Zeitaufwand nötig. Sie müssen lediglich alle 4 Wochen das Gefäß gründlich reinigen, dabei die Kultur in einen Eimer schütten, Gefäß reinigen und die Kultur wieder zurückschütten. Phytoplankton braucht zur optimalen Vermehrung Nährstoffe ,in Form von Phosphaten, Nitrat und Eisen.Ich verwende Phyto-Stabil von Aqua Connect( diesen speziell entwickelten Phytoplankton-Kulturen Dünger finden Sie auch hier im Shop unter Plankton), um Nährstoffe zuzuführen.Oft wird Orchideendünger zum Zuführen von Nährstoffen empfohlen. Dieser enthält aber zu großen Anteilen Kupfer und andere Schwermetalle. Das Phytoplankton benötigt diese in geringen Mengen, aber die sehr hohe Konzentration dieser Stoffe kann niemals Restlos abgebaut werden. Phosphat und Nitrat sind auch hochkonzentriert im Blumendünger vorhanden, aber niemals in einem sinnvollen Verhältnis zueinander und zu anderen relevanten Stoffen. Das Verhältnis von Phosphat zu Nitrat sollte 1:17 betragen, ansonsten behindert dies das Wachstum der Zellen. Weiterhin finden diese Nichtabgebauten Stoffe irgendwann auch den Weg ins Riffbecken oder das Larvenbecken, wo es dann verheerende Folgen haben könnte.Des Weiteren handelt es sich um einzellige Algen die wie jede Pflanze Licht zur optimalen Vermehrung benötigt(Photosynthese). Es reicht ansich aus eine einfache Energiesparlampe zu instalieren. Man sollte ,um ein optimales Wachstum zu erzielen ,die Lichtzufuhr 2-3 Stunden täglich abschalten. Die einzelligen Algen teilen sich dadurch besser.

Reinhaltung der Kulturen:
Ein wichtiger Aspekt ist die Reinhaltung der Kulturen .Ich praktiziere es so, das ich Zooplankton und Phytoplankton strikt voneinander trenne.Sollte Ihre Phytoplanktonkultur doch einmal "verseucht" sein(die Kultur hellt auf und Brachionus sind unter dem Mikroskop zu erkennen) heben Sie einfach die Salzdichte an (1,030-1,032), bei dieser Salzdichte kann ein Zooplankton sehr schlecht überleben. Desweiteren kann man im Phytobecken einen Luftheber integrieren, der die Kultur permanent über ein Brachionussieb abfiltert. So bleiben die Brachionus im Sieb und das Phytoplankton läuft zurück ins Kulturbecken.

Ein weiterer Punkt ist die Verseuchung des Zooplanktons mit Copepoden. Dies sind kleine Hüpferlinge die man sich mit ungefiltertem Riffbeckenwasser in die Kultur holt. Man erkennt diese durch ihre schnellen Schwimmbewegungen und ihre Grösse. Die Bekämpfung geschieht durch Aussiebung. Hierfür nehme ich die kleinste Maschenweite von herkömmlichen Artemiasiebsätzen (werden als 4-teiliges Set, grün mit verschiedenen Siebgrößen verkauft).Das beste ist, wenn man sich eine REINE Brachionuskultur separat hält, um jederzeit wieder davon einen reinen Ansatz zu starten. Im Groben kann ich aber nichts negatives zu Copepoden sagen. Für mich stellen sie eine zusätzliche Beigabe für die zu Fütternden Tiere dar .Seepferdchenzüchter kultivieren Copepoden als Nahrung für Ihre Nachzuchten.

Speziell für die marine Fischzucht kann ich in Zukunft speziell entwickelte Nährlösungen zur Anreicherung von Brachionus und Artemia anbieten. Mit diesen Nährlösungen ist eine breitbandige Anreicherung der Futtertiere, mit Omega 3 Fettsäuren, Vitaminen und allen Nährstoffen, die die Larven zur optimalen Entwicklung benötigen gewährleistet.

Astaxanthin 20ml
Cultur Selco 3000 , 100g
PhytoBreeder 200mm / 11 Liter Gro Tech